Gruppe „I feel good“- Projekttage 2014

 

Heilpädagogisches Reiten/Voltigieren

Die Basis des Erfolges dieser Therapieform liegt im „In-Beziehung-Treten“ zwischen Mensch und Tier. Durch den intensiven körperlichen und emotionalen Kontakt mit dem Pferd werden hervorragende Fortschritte erzielt, sowohl auf motorischer als auch psychologischer und sozialer Ebene.
Unter dem Begriff Heilpädagogisches Reiten/Volitgieren werden pädagogische, psychotherapeutische, rehabilitative und sozio-integrative Angebote mit Hilfe des Pferdes bei Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen und Störungen zusammengefasst.

 

Positive Einwirkungen:

  • Wirkt unterstützend auf die Entfaltung auf sozialer und emotionaler Ebene
  • Fördert das Persönlichkeitswachstum
  • Trägt zur Überwindung von Sprachentwicklungsstörungen bei
  • Sensibilisiert die Körperwahrnehmung, den Gleichgewichtssinn, die Koordination und die Motorik
  • Intensiviert die allgemeine Wahrnehmung, Empfindungen und die räumliche Orientierung
  • Verbessert die Konzentrations- und Lernfähigkeit
  • Steigert das Selbstwertgefühl
  • Erzielt individuelle Erfolgserlebnisse

 

Anwendungsbereiche:

  • Probleme im emotionalen und sozialen Bereich
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Geistige Beeinträchtigung
  • Sinnesbehinderung
  • Hyperkinetische Störung (ADHS)
  • Autistische Wahrnehmungsstörung
  • Wahrnehmungs- und Sprachstörung
  • Essstörungen
  • Teilleistungs- und Lernschwächen
  • Körperliche Beeinträchtigung

 

 

 Die Therapie wird von einer ausgebildeten  Heil- und Sonderpädagogin mit Zusatzausbildung zur Heilpädagogischen Reit- und Voltigiertherapeutin durchgeführt.
Für die Therapie kommen speziell für therapeutische Zwecke ausgebildete Pferde zum Einsatz, deren Charaktereigenschaften einen positiven Einfluss auf die Wirkung der Therapie haben.

Integratives Reiten

Das Reiten für Menschen mit besonderen Bedürfnissen ist nicht mit einem konventionellen Reitunterricht zu vergleichen! Das Angebot richtet sich an alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, mit oder ohne Beeinträchtigung, die in einem ruhigen Umfeld gemeinsam mit dem Pferd lernen möchten. Im Zentrum jeder Reiteinheit steht begleiten, fördern und zur Seite stehen.

 

 Die Reiteinheiten werden von einer ausgebildeten Lehrwartin für Integratives Reiten durchgeführt. Auch die zum Einsatz kommenden Pferde sind speziell ausgebildet, um auf die Bedürfnisse der ReiterInnen einzugehen und sie mit höchstmöglicher Sorgfalt und Sicherheit zu tragen.

Motopädagogische Gruppe – „Gemeinsam mit dem Pferd bewegt“

Unter Motopädagogik versteht man „Erziehung durch Bewegung“. Dahinter steht ein ganzheitliches, pädagogisches Konzept, das über den Körper, die Bewegung und das Spiel  (Wahrnehmen, Erleben, Handeln) das Kind in seiner Persönlichkeitsentwicklung fördert.
Die Bewegungseinheit mit dem bewussten Einsatz von einem oder mehreren Pferden findet in Gruppen statt, da dadurch auch die Aneignung sozialer Verhaltensweisen wie Toleranz, Rücksicht und Kooperation sowie die Bewältigung von Konflikten und Misserfolgen ermöglicht wird.
Durch die Förderung und Unterstützung der Kinder in den Bereichen Ich-, Material-, und Sozialkompetenz werden sie in ihrer Entwicklung positiv beeinflusst. Im Vordergrund stehen erlebnisorientierte Bewegungsangebote rund ums Pferd in der Groß- und/oder Kleingruppe, ohne Leistungsdruck und Versagensängste.

 
Die Kinder werden über vielfältige motorische und wahrnehmungsorientierte  Bewegungsangebote unterstützt um:

  • Ihrem Drang nach Bewegung nachzukommen
  • Ihr Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein zu stärken
  • Ihre Konzentration und Ausdauer zu schulen und zu fördern
  • Ihre Gefühle besser ausdrücken zu können
  • Ihre Grob- und Feinmotorik zu verbessern
  • Soziale Verhaltensweisen zu erwerben und zu schulen und ihren Platz in einer Gruppe zu finden
  • Den eigenen Körper und seine Bewegungen besser kennen zu lernen

 

Jedes einzelne Kind wird in der Gruppe als Individuum wahrgenommen und mit all seinen Stärken und Schwächen als solches geachtet.

 

Durchgeführt wird die Bewegungseinheit mit dem Pferd von einer ausgebildeten Motopädagogin, gemeinsam mit speziell ausgebildeten Therapiepferden!

 

Projekte mit den Schwerpunkten…

Selbsterfahrung und Persönlichkeitsstärkung

 

  • Kommunikation zwischen Mensch und Tier
  • Individuelle Ressourcen  und Stärken fordern und fördern
  • Erlebnispädagogische Aktivitäten
  • Die heilsame Notwendigkeit des Tierkontaktes
  • Tiergestützte Pädagogik als Möglichkeit zu persönlichem Wachstum
  • Prävention in Bezug auf psychische und physische Gesundheit
  • Vermittlung eines wertschätzenden Umgangs mit Tieren und Natur

 

Bewegung als Zeichen und Lebensfreude und Lebensqualität

 

  • Persönlichkeitsentwicklung und Persönlichkeitsbildung über motorische Lernprozesse
  • Wahrnehmungs- und Bewegungslernen
  • Auseinandersetzung mit sich selbst, seiner dinglichen und sozialen Umwelt
  • Bewegung als wichtigstes Kommunikationsmittel (sich ausdrücken, darstellen, mitteilen…)
  • Tätige Auseinandersetzung mit der Umwelt über alle Sinne
  • Positives Körpergefühl entwickeln

 

Gruppe als dynamischer Prozess

 

  • Interaktion zwischen Mensch und Tier
  • Soziale Kompetenzen (Respekt, Toleranz, Konfliktfähigkeit, etc.)
  • Teamfähigkeit
  • Vertrauen aufbauen/Vertrauen schenken
  • Verantwortung übernehmen/Verantwortung abgeben
  • Kommunikationsaufbau
  • Feedback

 

Schwerpunktsetzung und Dauer der Projekttage erfolgt  individuell auf Wunsch und Nachfrage! Die Leitung wird von ausgebildeten Fachkräften aus dem Bereich der Pädagogik und des therapeutischen Reitens übernommen.

 

 

 

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„Gemeinsam mit dem Pferd bewegt“ – Erlebnispädagogische Tage mit dem Pferd

Nächste Termine:

 

  • 01.06.2018 (halbtags)
  • 16.07.2018 (ganztags)
  • 30.07.2018 (ganztags)

 

Was uns bewegt…

 

  • Bewegung als Zeichen von Lebensfreude und Lebensqualität
  • Wahrnehmungs- und Bewegungslernen
  • Persönlichkeitsstärkung
  • motorische Lernprozesse
  • Gruppe als dynamischer Prozess
  • Kommunikation zwischen Mensch und Tier
  • erlebnispädagogische Aktivitäten
  • Vermittlung eines wertschätzenden Umgangs mit Tieren und Natur…

Lisa F. schreibt für ein Magazin über eines ihrer Erlebnisse im Reit- und Therapiestall Hippocur

„Es war ein sehr warmer Sommertag. Kein Lüftchen war zu spüren. „Genau richtig zum Reiten“, dachte ich und fuhr mit Mama zum Reiterhof. Dort angekommen rief ich gleich nach Johanna, das ist meine Reitlehrerin und schon war sie mit ihrem Hund Ferdi da. „Batman steht für dich schon bereit, aber ich muss ihm noch die Hufe auskratzen, möchtest du mir helfen“, fragte sie mich. „Ja!“, rief ich laut . „Juhu! Toll!“, jubelte ich glücklich. Johanna sagte zu mir:“Heute ist ein perfekter Tag, um das Galoppieren zu trainieren.“ Natürlich stieß ich einen lauten Freudenschrei aus! Batman trabte an. Johanna rief:“Batman, galoppiere los!“ Es war ein tolles Gefühl für mich. Der Galopp war sehr weich und es war einfach toll! Ich lachte und jubelte und hätte die ganze Welt umarmen können! Ich flippte fast aus und lachte und hatte leuchtende Augen und strahlte über das ganze Gesicht. Meine Mama und Johanna lachten auch und meinten, es war eine tolle Leistung von mir. Ich denke, heute war der glücklichste Tag in meinem Leben.“

 

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Lisa und Batman

Praktikantinnen und Praktikanten,

die Erfahrungen im Bereich Therapeutisches Reiten oder Landwirtschaft sammeln wollen, sind bei uns herzlich willkommen.
Bewerbungen schriftlich an: office@hippocur.at

 

Reit- und Erlebniscamp 2014

Auch heuer hatten wir wieder eine Woche lang viel Spaß rund ums Pferd!

Vergangene Projekte/Referenzen

In den letzten Jahren haben viele, erfolgreiche Projekte im Reit- und Therapiestall Hippocur stattgefunden.

 

Projektpartner waren unter anderen…

 

  • WG-Leben (Graz)
  • KRISUN- Kapfenberg
  • SOS-Kinderdorf
  • „I feel good“ (Pädagogisches Lern- und Beratungszentrum)

Design|ArgeSabine - Realisierung|Martin Kaltenegger